Vielbeheimatete Heimatlose
Deutsch-jüdische Künstler und ihre Identität im Schatten des Antisemitismus
Anmeldung erforderlich unter 04921 9155-0 oder info@vhs-emden.de
Ohne jüdische Künstler, Denker und Komponisten wäre die Kultur des deutschsprachigen Raums kaum vorstellbar. Über Generationen hinweg haben sie das geistige Leben entscheidend mitgeprägt – besonders intensiv zur Jahrhundertwende um 1900, als ihre Stimmen, Werke und Ideen in Literatur, Musik und öffentlichem Leben allgegenwärtig waren. Doch diese Zugehörigkeit war brüchig. Schon lange vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden jüdische Künstler zunehmend in Frage gestellt, ausgegrenzt und als „fremd“ markiert. Ihre tiefe Verbundenheit mit Sprache, Musik und Kultur konnte sie nicht davor schützen, entrechtet und aus dem kulturellen Gedächtnis verdrängt zu werden – bis hin zur physischen Vernichtung.
Die konzertante Lesung nähert sich diesen Künstlern. Sie erzählt von Zugehörigkeit und Verlust, von schöpferischer Kraft und innerer Zerrissenheit. Texte und Musik lassen persönliche Stimmen hörbar werden und öffnen einen emotionalen Zugang zu Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden – und am Ende oft keine mehr finden konnten. Im Mittelpunkt stehen Werke von und über Heinrich Heine, Franz Kafka, Paul Celan, Felix Mendelssohn Bartholdy, Gustav Mahler, Viktor Ullmann u. a., die Wort und Klang zu einem eindringlichen Erinnerungsraum verbinden.
Gefördert vom Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen (L-DZ) und den Landespräventionsrat (LPR) im Rahmen des Projektes „Antisemitismusprävention mit der Niedersächsischen Erwachsenenbildung".
Im Rahmen des Programmes Antisemitismusprävention in der Niedersächsischen Erwachsenenbildung (III).
Veranstaltungsort
vhs Emden e.V.
An der Berufsschule 3
26721 Emden
Deutschland