Der „Trog“ wird zum Graffiti-Kunstwerk

Es soll auf über 2000 Quadratmetern das größte zusammenhängende Wandkunstwerk der letzten 15 Jahre in Europa entstehen

 Noch ist alles kahl in Anthrazit. Farbe bringen im Trog derzeit nur die Verkehrsschilder.
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Noch ist alles kahl in Anthrazit. Farbe bringen im Trog derzeit nur die Verkehrsschilder.

Emden. Die Vorbereitungen sind derzeit zu beobachten. Im „Trog“ an der Straße Am Tonnenhof wird der Untergrund für ein Projekt vorbereitet, das 75 Graffiti-Künstler aus Deutschland, Europa und den USA nach Emden bringt. Sie werden vom 14. bis 16. August die jetzt anthrazitfarbenen Betonwände in eine großflächige Open-Air-Galerie verwandeln. So sieht es eine Aktion vor, die die Stadt Emden unter dem Motto „Hit the Trog“ zur Bühne internationaler Graffiti-Kunst machen und weit über die Region hinaus Aufmerksamkeit erregen soll.

Auf einer Fläche von rund 2100 bis 2300 Quadratmetern wird das größte zusammenhängende Wandgemälde der letzten 15 Jahre in Europa entstehen. „Die beidseitig und in voller Höhe bemalten Flächen bleiben dauerhaft erhalten und schaffen einen neuen Ort urbaner Kunst in Emden“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Stadt.
Das Besondere an „Hit the Trog“ sei die Mischung aus regionalen und internationalen Künstlerpersönlichkeiten, die in Emden für drei Tage zusammentreffen. Neben bekannten Namen aus Ostfriesland und Norddeutschland würden zahlreiche renommierte Vertreter der internationalen Graffitiszene erwartet. Viele von ihnen hätten die Entwicklung der Graffitikultur in den vergangenen vier Jahrzehnten entscheidend geprägt und genössen weltweit Anerkennung.

Das Projekt verknüpfe Kunst, Kreativität und Stadtentwicklung auf besondere Weise, heißt es in der Mitteilung. „Es zeigt, wie öffentliche Räume neu gedacht und zu Orten der Begegnung und Inspiration werden können“, wird Oberbürgermeister Tim Kruithoff zitiert. Die Internationalität der Beteiligten sei „eine große Bereicherung für unsere Stadt und unterstreicht ihre kulturelle Strahlkraft“.


▶     Begleitet wird das Festival von einem urbanen Rahmenprogramm mit Musik, Foodtrucks und Angeboten für alle Altersgruppen, bei dem die Besucher die Entstehung der Graffitis live erleben können. Eröffnet wird das Event am Freitagabend mit einem Netzwerktreffen der Graffitiszene. Am Samstag und Sonntag öffnet sich die Veranstaltung für ein breites Publikum.

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Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.