Hollywood in der Kirche

Das 26. Konzert der „Gezeiten“ führte in die Welt der großen Filmklassiker

Ein Konzert rund um „Hollywood“: Sebastian Knauer und die Berlin Soloists
Lizensiert gemäß Alle Rechte vorbehalten von Karlheinz Krämer

Ein Konzert rund um „Hollywood“: Sebastian Knauer und die Berlin Soloists

Jheringsfehn. Mit einem ebenso originellen wie mitreißenden Programm entführten Sebastian Knauer und die Berlin Soloists das Publikum der Gezeitenkonzerte in der Johanneskirche Jherings-Boekzetelerfehn in die Welt der großen Filmklassiker. Unter dem Titel „Hollywood“ wurde die Kirche zur Klangbühne, auf der sich die Magie der Traumfabrik in beeindruckender Intensität entfaltete.

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Große Kulisse für den Pianisten Sebastian Knauer und die Berlin Soloists.

Große Kulisse für den Pianisten Sebastian Knauer und die Berlin Soloists.

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Im Mittelpunkt standen Werke der legendären Komponistenfamilie Newman, deren Musik den klassischen Hollywood-Sound maßgeblich geprägt hat. Bereits mit den ersten Takten wurde deutlich, dass hier nicht bloß Filmmusik erklang, sondern große Konzertkunst. Sebastian Knauer überzeugte mit einer ebenso eleganten wie ausdrucksstarken Klavierkunst. Sein Spiel verband technische Brillanz mit erzählerischer Tiefe und ließ die Melodien aufblühen, ohne jemals in bloße Effekthascherei zu verfallen.

Die Berlin Soloists erwiesen sich dabei als kongeniale Partner: transparent im Klang, präzise im Zusammenspiel und voller Spielfreude. Besondere Glanzlichter setzte Knauer mit seinen beiden solistischen Beiträgen. Aaron Coplands „Our Town“ gestaltete er mit großer Ruhe und feinem Gespür für Atmosphäre. Zum solistischen Höhepunkt vor der Pause geriet jedoch George Gershwins „Rhapsody in Blue“ in der selten zu hörenden Originalfassung für Klavier solo.

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Spielte Gershwin für Klavier solo: Sebastian Knauer

Spielte Gershwin für Klavier solo: Sebastian Knauer

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Mit stupender Virtuosität, rhythmischer Präzision und mitreißendem Drive meisterte Knauer das technisch hoch anspruchsvolle Werk scheinbar mühelos. Er ließ die jazzigen Rhythmen funkeln, kostete die lyrischen Passagen mit großer Eleganz aus und steigerte die dramatischen Höhepunkte zu einem wahren Klangrausch. Entsprechend enthusiastisch reagierte das Publikum auf diese elektrisierende Interpretation.

Auch die weiteren kammermusikalischen Arrangements der Filmmusiken, die Knauer in zwei Suiten zusammengefasst hatte, entfalteten ihren besonderen Reiz. Statt orchestraler Klangwucht standen feine Farben, intime Dialoge und musikalische Details im Mittelpunkt. Gerade dadurch gewann das Programm an Intensität – jede Phrase schien eine Geschichte zu erzählen, jede Melodie ließ Bilder vor dem inneren Auge entstehen. Der warme Raumklang ließ die Musik förmlich schweben und sorgte dafür, dass sich Konzertsaal und Kino auf faszinierende Weise miteinander verbanden.

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Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.