Meisterwerke des Barock

In der kleinen reformierten Kulturkirche Bargebur gastiert am 2. Mai um 19 Uhr das „Ostfriesische Barockensemble“ mit dem Programm „Concerto“

Vier von sieben Musikern: Reinhard Böhlen, Christoph Otto Beyer, Galina Roreck und Ralf Tischer
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Vier von sieben Musikern: Reinhard Böhlen, Christoph Otto Beyer, Galina Roreck und Ralf Tischer

Bargebur. Meisterwerke von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi werden sich bei diesem Konzert – gespielt auf barocken Instrumenten in einer barocken Kirche – zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen. Das plant Initiator Dr. Reinhard Böhlen. Er selber wird als Cembalist dabei sein und das erst jüngst vorgestellte, zweimanualige Cembalo von Dietrich Hein nach einem Original von Michael Mietke spielen.

Zu hören sind Solokonzerte, die „durch ihre Virtuosität und die wunderschönen Melodien immer wieder begeistern“, schwärmt Böhlen. An seiner Seite weiß er dabei das „Ostfriesische Barockensemble“, das besonders in der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts zuhause ist und das in historischer Aufführungspraxis auf Originalinstrumenten bzw. entsprechenden Nachbauten musizieren wird. 

Von Vivaldi, dem berühmten venezianischem Meister, erklingen zwei seiner zahlreichen Solokonzerte, eines für Violine und eines für Violoncello und Streicherensemble. Böhlen: „Vivaldi gilt bis heute als einer der berühmtesten und herausragendsten Komponisten der Gattung des Solokonzertes, in dem ein Soloinstrument dem Ensemble gegenübergestellt wird und immer wieder mit höchst virtuosen Passagen begeistert.“

Johann Sebastian Bach habe ebenfalls zahlreiche Solokonzerte im italienischen Stil geschrieben und zudem auch solche seiner italienischen Zeitgenossen bearbeitet. Von Bach wird aus einer Italienischen Kantate eine Sinfonia für Traversflöte und Streicherensemble zu hören sein. Das letzte Werk dieses Abends bedeute dann auch seinen Höhepunkt. Es werde ein Konzert für drei Solo-Instrumente (Violine, Traversflöte und Cembalo) sein, das sich im Wechsel mit dem Ensemble entfaltet und aufblüht – das 5. Brandenburgisches Konzert. 

Dieses Meisterwerk habe Bach in seiner Zeit als Hofkapellmeister am Köthener Hof komponiert. Es sei „eine für ihn besonders glückliche und fruchtbare Zeit“ gewesen, während der er eine Vielzahl seiner bedeutendsten und beliebtesten weltlichen Kompositionen schuf, versichert Böhlen. Dieses „Konzert mit verschiedenen Instrumenten“ – wie Bach selbst dieses Konzert nannte – erklinge besonders transparent in einer Besetzung mit sieben Einzelstimmen, in der sie Bach vermutlich 1719 auch in seiner Uraufführung in Köthen als Hofkapellmeister musizierte – übrigens auf seinem neuen Cembalo, das er kurz zuvor selbst beim Cembalobauer Michael Mietke in Berlin abgeholt hatte.

⏵   Besetzung: Galina Roreck (Violine), Ulfert Dochhorn (Violine), Bodo Lönartz (Viola), Christoph Otto Beyer (Violoncello), Michael Schlieker (Violone), Ralf Tischer (Traversflöte) und Reinhard Böhlen (Cembalo)

⏵   Der Eintritt ist frei

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