Musikgenuss mit Rhabarber

Im Alten Kurhaus von Dangast wurde das 21. Konzert der „Gezeiten“ von zwei Schwestern gespielt

Konzert vor spektakulärer Kulisse: Blick auf den Jadebusen
Lizensiert gemäß Alle Rechte vorbehalten von Karlheinz Krämer

Konzert vor spektakulärer Kulisse: Blick auf den Jadebusen

Dangast. „Alle Menschen werden Schwestern“ heißt es trefflich in einem Werktitel Marina Baranovas, in dem sie Beethovens brüderliches Thema verarbeitet. Sie schrieb es als Auftragswerk für die beiden Interpretinnen im ausverkauften Alten Kurhaus, und die sind wirklich Schwestern: Anouchka und Katharina Hack, Violoncello und Klavier, haben bereits letztes Jahr das Publikum der Gezeitenkonzerte bei den „Langen Nächten der Gipfelstürmer“ begeistert. Unter dem Titel „Alle Menschen werden Schwestern“ haben sie ein viel beachtetes Album aufgenommen und präsentierten dies nun in Dangast.

Bild
Cellistin Anouchka Hack

Cellistin Anouchka Hack

Lizensiert gemäß Alle Rechte vorbehalten von Karlheinz Krämer

Anouchka und Katharina Hack spielen seit ihrer frühen Kindheit zusammen Musik. Schon seit vielen Jahren gastieren sie auf großen Konzertbühnen und Festivals als Duo. In ihrem Schwestern-Programm, so erläuterten sie es in einer ihrer sympathischen Moderationen, gehe es um Verbundenheit, um die Macht des Zusammenhaltes, oder ganz einfach um die unumstößliche Tatsache, dass Menschen zusammen viel mehr erreichen können als allein. So konnte sich das Publikum an Musik der Geschwister Felix und Fanny Mendelssohn sowie von Lili und Nadia Boulanger erfreuen. 

Bild
Pianistin Katharina Hack

Pianistin Katharina Hack

Lizensiert gemäß Alle Rechte vorbehalten von Karlheinz Krämer

Eindrucksvoll war auch das, den beiden Schwestern quasi auf den Leib komponierte „Alle Menschen werden Schwestern" von Marina Baranovas mit seinen wunderbar schwelgerischen Passagen. Auch Ludwig van Beethoven hatte Geschwister, die sich allerdings nicht als erfolgreiche Musiker behaupteten und zu denen er kein besonders gutes Verhältnis hatte. Dennoch durfte er aber als Impulsgeber nicht fehlen und war mit seiner späten Cellosonate C-Dur op. 120/1 vertreten. Außerdem gab es eine faszinierende Improvisation der beiden Schwestern und andere passend ausgewählte Werke. So verzauberten die beiden Hacks ihre begeisterten Zuschauer, die dieses Konzert mit eindrucksvollem Meerblick auf den Jadebusen – und den legendären Rhabarberkuchen im Kurhaus – sichtlich genossen haben.

Veröffentlichungsdatum

In diesem Beitrag erwähnt

Gezeitenkonzerte 2026

Gezeitenkonzerte 2026

"Begegnungen"

Kurhaus Dangast

Adresse
An der Rennweide 46, Varel-Dangast

Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.