Neuerliche Schenkung für Emden
Bodo Olthoff überreicht dem Oberbürgermeister das Ölgemälde „Mole in Emden“ von 1983
Emden. Der gebürtige Emder Künstler Bodo Olthoff (Jahrgang 1940) hat der Stadt Emden erneut ein Gemälde geschenkt. Das berichtete Oberbürgermeister Tim Kruithoff vor dem Kulturausschuss, der am Donnerstag, 10. September, zu seiner letzten Sitzung vor den Wahlen zusammentrat. Olthoff dedizierte der Stadt das Seestück „Mole in Emden“ von 1983. Dieses Werk war das Titelbild der Ausstellung „Am Hafen“, in der die Sammlung der Kunsthalle Emden den Werken Olthoffs begegnete.
Der heute in Aurich lebende Künstler hatte bereits mehrfach Schenkungen an seine Geburtsstadt gegeben. Unter anderem kam 2019 – zum 75. Jahrestag der Zerstörung Emdens – das große Triptychon „6. September 1944“ in den Besitz der Stadt. Dieses ist wegen seiner Größe, aber auch um es ständig im öffentlichen Raum zu präsentieren, im Treppenhaus des Verwaltungsgebäudes in der Ringstraße zu sehen.
Das Molen-Gemälde erinnert an ein Fakt, das seit Jahrzehnten von der Bevölkerung beklagt wird: Die Schließung jenes Areals im Hafen, wohin über fast ein Jahrhundert die Sonntagsspaziergänge der Emder geführt hatten. 1992/93 war damit Schluss. Das Bild von Olthoff erinnert an den Zustand, als die Mole, die 1899 eröffnet wurde, noch öffentlich zugängig war.
Bodo Olthoff hat eine besondere Beziehung zum Wasser. Schon als Kind erlernte er das Segeln. Später ging er selber auf Tour über die Weltmeere. Sein Freund Michael Sieben hatte anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Am Hafen“ im März das Wirken Olthoffs in verschiedene Kategorien eingeordnet: Die frühen Arbeiten aus dem Emder Hafen seien noch gegenständlich und mit Atmosphäre aufgeladen gewesen. Dann kamen die Bugwelten, über die Olthoff in „stundenlangen Gedankenaustausch“ geraten konnte. Dann das Motiv „Gate“ und dann der Navy Man, sein Ur-Topos.