Emden. Ein lauer Sommerabend, mehr als 700 Besucherinnen und Besucher, entspannte Picknick-Atmosphäre und ein Künstler, der das Publikum vom ersten Ton an mitnahm: Das Open-Air-Konzert der Gezeitenkonzerte mit Myles Sanko & Band im Van-Ameren-Bad in Emden entwickelte sich zu einem der stimmungsvollsten Festivalabende dieses Sommers.
Großes Forum: Myles Sanko & Band vor 700 Gästen.
Schon beim Betreten des Konzertgeländes lag eine besondere Atmosphäre in der Luft. Dank des Konzertsponsors Score verwandelte sich das Gelände in eine farbenfrohe Picknicklandschaft, während die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Fördervereins Van-Ameren-Bad die Gäste mit Speisen und Getränken versorgten. Bei bestem Sommerwetter waren damit ideale Voraussetzungen für einen entspannten Konzertabend geschaffen.
Faszinierte die Besucher: Myles Sanko
Was dann folgte, war Soulmusik auf höchstem Niveau. Mit seiner charismatischen Bühnenpräsenz, seiner warmen, unverwechselbaren Stimme und einer hervorragend eingespielten Band gelang es Myles Sanko mühelos, eine intensive Verbindung zum Publikum aufzubauen. Zwischen groovenden Basslinien, präzisem Schlagzeugspiel, geschmackvollen Keyboard- und Gitarrenparts sowie pointierten Bläsersätzen entwickelte sich ein Klangbild, das gleichermaßen elegant wie mitreißend war.
Auch er war ganz dabei: Matthias Kirschnereit, künstlerischer Leiter der Gezeitenkonzerte
Im Mittelpunkt standen Titel seines aktuellen Albums „Let It Unfold“. Bereits mit dem eröffnenden „Unfolding“ setzte Sanko den Ton für einen Abend voller positiver Energie. Es folgten Songs wie „Stronger“, „Working It Out“ und „Dream Chaser“, die modernen Soul mit Funk, Jazz und Gospel-Einflüssen verbinden und live eine ganz eigene Dynamik entfalten. Besonders eindrucksvoll geriet die gefühlvolle Interpretation von Bill Withers' Klassiker „Everybody Loves the Sunshine“, die das Publikum sichtbar genoss. Einen emotionalen Höhepunkt bildete anschließend das nur von Klavier begleitete „Peace of Mind“, bei dem Sankos ausdrucksstarke Stimme voll zur Geltung kam. Mit „Just Being Me“, „Blackbird Sing“ und dem abschließenden „Whatever You Are“ steigerte sich die ausgelassene Stimmung noch einmal spürbar.
Ließen sich mitreißen: Besucher im Van Ameren-Bad
Immer wieder suchte Sanko den direkten Kontakt zum Publikum, erzählte mit viel Humor und Herzlichkeit von den Hintergründen seiner Lieder und schuf so eine fast familiäre Atmosphäre. Schon bald wurde mitgeklatscht, mitgesungen und getanzt – vor der Bühne ebenso wie auf den Picknickdecken im weitläufigen Gelände. Die Begeisterung übertrug sich mühelos von der Bühne auf das Publikum und machte den Konzertabend zu einem gemeinsamen Erlebnis.