Stockhausen und die Landschaft
Das Atelier der Künstlerin öffnet drei Tage für die Jahresausstellung
Dornum. Die diesjährige Ausstellung der Ruth Schmidt Stockhausen Stiftung stellt Werke aus vier Jahrzehnten kreativen Schaffens der Malerin, Bildhauerin und Graphikerin Ruth Schmidt Stockhausen (1922 bis 2014) vor. Dieses Jahr werden Werke gezeigt, die vor Ort in Ostfriesland im Einklang mit der hiesigen Landschaft und Umgebung entstanden sind, heißt es in einer Mitteilung der Stiftung. Das Motto: „Malerei – Grafik – Plastik“. Die Ausstellung findet im Rahmen der Atelierroute Ostfriesland statt.
„Tanz der Maltücher in 9 Variationen“, Materialbild in einem ehemaligen Scheunenfensterrahmen, von Ruth Schmidt Stockhausen 1997 erarbeitet
Ruth Schmidt Stockhausen wurde 1922 auf Norderney geboren. Seit 1983 bis zu ihrem Tod lebte sie in einem Gulfhof in Dornum in Sichtweite des Leuchtturms ihrer Heimatinsel. Die erste Atelierausstellung von ihr fand 1985 statt, und seit 2015 veranstaltet die Ruth Schmidt Stockhausen-Stiftung jährlich thematisch wechselnde Ausstellungen in dem zum Sommeratelier umgewandelten Scheunentrakt.
Schmidt Stockhausen machte zunächst eine Ausbildung als Werklehrerin, ehe sie als Stipendiatin des Deutschen Begabten-Förderwerkes Kunst und Kunstgeschichte studierte. Ab 1946 arbeitete sie als freischaffende Künstlerin. Eine Anstellung als Illustratorin führte sie nach Bad Godesberg, wo sie auch als Dozentin und Kunsterzieherin tätig war. Weitere Stationen ihrer Laufbahn waren Bad Nauheim und Frankfurt am Main, ehe sie nach Ostfriesland zog. Ruth Schmidt Stockhausen starb im Dezember 2014 in Dornum und wurde vor Spiekeroog auf See bestattet.
► Die Ausstellung ist vom 11. bis 13. September jeweils von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Adresse: Cankebeerstraße 97, Dornum-Westdorf
In diesem Beitrag erwähnt
Ruth Schmidt Stockhausen - Stiftung
2015 gegründete gemeinnützige Kulturstiftung
Atelier Ruth Schmidt Stockhausen
Atelier und Wohnhaus der Malerin, Bildhauerin und Graphikerin
Atelierroute Ostfriesland
Ein Wochenende der offenen Ateliers und Werkstätten