Unwiderstehlicher Reiz

In der Kirche zum Guten Hirten in Münkeboe waren im 15. Gezeitenkonzert Studenten und Leiter der Barenboim-Said-Akademie aus Berlin zu Gast

Spielten Schumann: Cellistin Danielle Akta und Bratscherin Katia Abdel Kader
Lizensiert gemäß Alle Rechte vorbehalten von Karlheinz Krämer

Spielten Schumann: Cellistin Danielle Akta und Bratscherin Katia Abdel Kader

Münkeboe. Wer erwartet hatte – womöglich veranlasst durch die Herkunftsländer der Musiker in der Barenboim-Said-Akademie - Töne ungewohnter Art zu erleben, womöglich Einflüsse aus dem Nahen Osten zu hören, der wird sich gewundert haben. Denn es gab ein deutsch-österreichisch-japanisches Programm, das mit Charme und Können präsentiert wurde und für das das Publikum kurzerhand auch die eiserne Regel, zwischen den Sätzen nicht zu applaudieren, aufhob.

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Akademie-Leiter Michael Barenboim mit seinen Studenten: Elias Elias, Katia Abdel Kader, Eda Seviniş, Farah Sulaiman und Danielle Akta.

Akademie-Leiter Michael Barenboim mit seinen Studenten: Elias Elias, Katia Abdel Kader, Eda Seviniş, Farah Sulaiman und Danielle Akta.

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Das Konzert begann mit Mozarts „Quartett D-Dur“, bei dem die Flöte von Farah Sulaiman die zentrale Rolle spielte, denn um dieses Instrument herum baut sich das dreisätzige Werk auf und entfaltet seinen unwiderstehlichen Reiz. Tōru Takemitsu war mit seinem Werk „Itinerant“ von 1989 vertreten, eine avantgardistische Komposition, in der der Klang der Solo-Flöte ein exaltiertes Eigenleben führt. Die Arbeit, die ein überraschend offenes Ende hat, ist schon sehr extrem und fügte sich als kulturelles fernöstliches Element nicht unbedingt glücklich in den konzertanten Rahmen ein. So war es mehr ein experimentelles Stück, das die Kunstfertigkeit von Farah Sulaiman zeigte.

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Spielte das Flötensolo eines japanischen Komponisten: Farah Sulaiman

Spielte das Flötensolo eines japanischen Komponisten: Farah Sulaiman

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Mit Franz Schuberts „Triosatz“ in B-Dur wurde das Klangerlebnis wieder „gerichtet“. Elias Elias (Violine), Katia Abdel Kader (Viola) und Danielle Akta (Violoncello) vollzogen den Allegro-Satz quasi in Fortführung des Mozart’schen Flöten-Quartetts mit wohlklingender Harmonie. Höhepunkt aber war das Quartett Es-Dur von Robert Schumann. Und hier zeigte sich nun eine Perfektion im Zusammenspiel, zu dem Michael Barenboim und seine Studenten Elias Elias, Katia Abdel Kader Danielle Akta und Pianistin Eda Seviniş zusammenfanden. Das bekannte, hochromantische Werk hinterließ derartigen Eindruck, dass das Publikum offenbar gerne noch mehr von diesen interessanten jungen Musikern gehört hätte.

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Akademieleiter Michael Barenboim ist ausgebildeter Violinist

Akademieleiter Michael Barenboim ist ausgebildeter Violinist

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Die Barenboim-Said-Akademie sieht Musik als verbindende Kraft über politische, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg und vermittelt den Studenten damit auch gesellschaftliche Werte. Daher war es schade, dass die jungen Musiker im Programmheft nur mit Bild und Namen, nicht aber mit einer kurzen Vita präsentiert wurden.

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Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.