Verdienstmedaille für Emder Feuerschiff-Chef

Ordensverleihung würdigt jahrzehntelangen Einsatz für maritimes Kulturgut, Heimatpflege und Ehrenamt

Der feierliche Moment: Heinz-Günther Buß und OB Tim Kruithoff
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Der feierliche Moment: Heinz-Günther Buß und OB Tim Kruithoff

Emden. Für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement ist Heinz-Günther Buß mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehene Auszeichnung wurde ihm von Oberbürgermeister Tim Kruithoff überreicht. Das teilt die Stadt Emden in einer Pressemitteilung mit.

Mit der Verdienstmedaille werde das vielfältige und nachhaltige Wirken von Heinz-Günther Buß für das Gemeinwohl gewürdigt, heißt es in der Mitteilung. Über viele Jahre habe er sich mit „großem persönlichem Einsatz, Verantwortungsbewusstsein und einer besonderen Verbundenheit zu Emden und seiner maritimen Geschichte für den Erhalt von Kulturgut, die Heimatpflege und das ehrenamtliche Engagement eingesetzt“.

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Verdienstmedaille für Heinz-Günther Buß, hier mit Oberbürgermeister Tim Kruithoff

Verdienstmedaille für Heinz-Günther Buß, hier mit Oberbürgermeister Tim Kruithoff

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Eine besondere Bedeutung komme dabei seinem Wirken für das Feuerschiff zu. Von 2015 bis 2025 habe Buß dem Verein Museums-Feuerschiff „Amrumbank/Deutsche Bucht“ e.V. als 1. Vorsitzender vorgestanden. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand stehe er dem Verein weiterhin beratend zur Seite.

Während seiner langjährigen Tätigkeit setzte sich Buß insbesondere mit großem Nachdruck für die umfassende Sanierung des 1917 gebauten und seit 1983 außer Dienst gestellten Feuerschiffs ein. Zu seinen Aufgaben gehörten unter anderem die Beantragung von Fördermitteln in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro, die Organisation von Ausschreibungen, die Koordinierung der technischen Arbeitsschritte sowie die Abstimmung mit den beteiligten Werften.

„Heinz-Günther Buß war dabei weit mehr als ein Ideengeber. Er war Motor, Organisator und verlässlicher Ansprechpartner für Behörden, Sponsoren und Ehrenamtliche“, heißt es in der Würdigung. Seinem beharrlichen Einsatz sei es maßgeblich zu verdanken, dass die Amrumbank/Deutsche Bucht heute als schwimmendes technisches Denkmal erhalten ist und weiterhin eine besondere touristische Attraktion und ein lebendiger Ort der Begegnung in Emden ist.

Auch über die Sanierung hinaus hat Buß die Entwicklung des Museumsschiffs und die Vermittlung maritimer Geschichte entscheidend mitgeprägt. Auf dem Feuerschiff wurde ein umfassender Museumsbereich geschaffen, der Einblicke in das Leben der Besatzung und die technische Geschichte des Schiffes ermöglicht. Ergänzt wird dieser durch eine Sammlung zur Geschichte der Seezeichentechnik, darunter historische optische Einrichtungen, Fotografien, Grafiken, Schiffsmodelle und Pläne. Auch die Entwicklung der Funktechnik und der Seezeichen in der Emsmündung werden dort anschaulich dargestellt.

Weiterhin sei Heinz-Günther Buß maßgeblich an der Gründung des Vereins „Maritimes Kulturgut Deutsche Feuerschiffe e.V.“ beteiligt gewesen. Auf der Gründungsversammlung 2019 wurde er zum Vizepräsidenten gewählt – ein Amt, das er bis 2021 ausübte. Darüber hinaus engagierte sich Buß über viele Jahre im Förderverein Van-Ameren-Bad e.V.. Buß habe Verantwortung übernommen, Menschen zusammengebracht und dazu beigetragen, bedeutendes maritimes Kulturgut für kommende Generationen zu bewahren, heißt es in der Mitteilung.
 

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Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.