Was die russische Bahn mit Teekultur zu tun hat

Das Ostfriesische Teemuseum in Norden eröffnet am 22. Mai um 19 Uhr seine neue Ausstellung „Filigrane Meisterwerke“

Eine Auswahl von Teeglas-Haltern in der neuen Ausstellung des Teemuseums
Lizensiert gemäß Alle Rechte vorbehalten von Andrea Siebert

Eine Auswahl von Teeglas-Haltern in der neuen Ausstellung des Teemuseums

Norden. Ursprünglich stammen sie aus dem Russland des 19. Jahrhunderts und wurden dort vor allem im Zusammenhang mit der Transsibirischen Eisenbahn verbreitet: die Podstakannik, reich geschmückte Halterungen für Teegläser. Das Norder Museum hat 2020 ein Konvolut von 1600 dieser filigranen Kunststücke als Schenkung von der Sammlerin Monika Dyllick-Brenzinger übernommen und konnten für die neue Ausstellung daher aus dem Vollen schöpfen. 

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Museumsleiterin Mirjana Ćulibrk beim Einrichten der Ausstellung

Museumsleiterin Mirjana Ćulibrk beim Einrichten der Ausstellung

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Mehrere hundert dieser filigranen Meisterwerke aus 20 Ländern werden präsentiert. Die Ausstellung ordnet sie kulturhistorisch ein und beleuchtet ihre internationale Verbreitung. Denn die Herstellung dieser Halter sei ein anspruchsvolles Handwerk, heißt es in einer Pressemitteilung des Teemuseums. Traditionell würden die Teeglas-Halter aus Silber, Messing, Kupfer oder Edelstahl gefertigt. Ausgestattet sind sie mit detailreicher Ornamentik und besonderen Bildmotiven. 

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Bitte Platznehmen zum Teetrinken in der Zugabteil-Kulisse im Teemuseum

Bitte Platznehmen zum Teetrinken in der Zugabteil-Kulisse im Teemuseum

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Erfunden wurden die Halter von dem Architekten der Transsibirischen Eisenbahn, Sergej Witte, heißt es in dem Flyer zur Ausstellung. Er habe nach einer praktischen Lösung für das Teetrinken in Zügen gesucht und eine Tradition begründet, denn noch heute wird der Tee in dieser Weise serviert. Daher wird in der Ausstellung eine begehbare Zugabteil-Kulisse für das rechte Lokalkolorit sorgen.

„Die Gäste erwartet eine Entdeckungsreise durch Kunsthandwerk, Designgeschichte und Teekultur“, versichert Museumsleiterin Mirjana Ćulibrk. Interaktive Stationen sind Bestandteil der Ausstellung. So kann man seinen eigenen Teeglas-Halter designen oder sich an einem Suchspiel beteiligen. Zur Eröffnung wird auch die Schenkerin erwartet.

⏵     Die Ausstellung ist bis zum 1. November zu besuchen. Das Ostfriesische Teemuseum (Am Markt 36 in Norden) ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet

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Museum

Ostfriesisches Teemuseum Norden

Adresse
Am Markt 36, Norden

Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.