Albrecht Weinberg – Es ist immer in meinem Kopf

Albrecht Weinberg ist 101 Jahre alt und der letzte Holocaustüberlebende in Ostfriesland. In diesem Dokumentarfilm nimmt er uns mit auf eine letzte Reise durch Norddeutschland – in seine alte Heimat, die sich heute fremd anfühlt. Nach Auschwitz und dem Mord an einem Großteil seiner Familie wanderte er 1947 aus. Die Freiheitsstatue in New York wurde für ihn zum Versprechen eines neuen Lebens. „You must forget about it“, sagten sie ihm in Amerika. Er hat es versucht – und ist doch daran gescheitert. Wie soll man das Unvorstellbare vergessen?

Nach 60 Jahren in New York und Florida lebt Albrecht wieder in Ostfriesland. Unermüdlich teilt er seine Erinnerungen: an Ausgrenzung und Entrechtung, an die schleichende Radikalisierung und den industriell organisierten Massenmord der Nationalsozialisten. Mal nüchtern, mal überraschend offen spricht er über das, was ihn bis heute begleitet. An seiner Seite ist Gerda Dänekas – einst seine Pflegerin, heute seine Freundin und Mitbewohnerin. Gemeinsam verfolgen sie eine Mission: erzählen, erinnern, gegen das Vergessen ansprechen – solange es noch möglich ist. Es ist ein Leben, geprägt von den Verbrechen der Vergangenheit und dem unaufhörlichen Kreislauf der Erinnerungen. Und von einer Rolle, der er nie entkommen kann: Albrecht Weinberg, der letzte überlebende Jude Ostfrieslands.

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Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.