Hanna Lömker-Rühmann ist bekannt für ihre realistisch gemalten Stillleben und Interieurs, mit denen sie in den 1980er-Jahren begann. Mit höchster technischer Präzision inszenierte sie auf den Bildern wenige ausgewählte Gegenstände in sparsam beleuchteten Räumen und schuf damit Gemälde von großer Klarheit und Stille. Am Ende der 1990er-Jahre wandte sich die gelernte Bildhauerin wieder dem dreidimensionalen Schaffen zu und entwickelte phantasievolle Säulen und andere Objekte aus Pappe und Papiermaché. Seither entstehen auch kleinformatige Arbeiten aus Karton sowie Druckgrafik. Anlässlich der Sammlungsübernahme in das Kunsthaus Leer zeigt die Ausstellung bis zum 21. Juli 2024 rund 60 Werke von Hanna Lömker-Rühmann aus den Kategorien Malerei, Grafik und Objektkunst.
Vita
Hanna Lömker-Rühmann wurde 1937 in Bielefeld geboren und wuchs in Gütersloh auf. Von 1963 bis 1967 studierte sie Bildhauerei an der Fachschule für das Kunsthandwerk in Biedenkopf bei Paul Wedepohl sowie an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main bei Michael Croissant. 1968 folgte ein Malereistudium an der Werkkunstschule in Wuppertal. 1970 kam Hanna Lömker-Rühmann mit ihrer Familie nach Ostfriesland, wo sie zunächst als Kunsterzieherin in Großefehn arbeitete. Seit 1980 ist sie dort als freischaffende Künstlerin tätig.