Heimsuchung

Bühnenbild
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Ein Haus an einem märkischen See wird zum Protagonisten der Handlung. Fünfzehn Lebensgeschichten, die sich im und ums Haus herum abspielten, hinterließen darin auf ganz eigene Art und Weise Spuren der Erinnerung: Angefangen in den Zwanzigerjahren, über die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Zweiten Weltkrieg, die Nachkriegszeit, die DDR, die Wende bis in die Zeit der Wiedervereinigung entfalten sich die Schicksale der Bewohner*innen. Das Haus obliegt dem Wandel der Zeit, denn es verändert sich kontinuierlich nach den jeweiligen Wünschen seiner Besitzer*innen. Die einzige Konstante: der Gärtner, ein stiller Einzelgänger und Beobachter von Mensch und Natur...

Jenny Erpenbeck (*1967) erzählt in ihrem 2008 erschienenen Roman HEIMSUCHUNG poetisch, mit Liebe zum Detail und im historischen Kontext die Geschichte eines unscheinbaren Hauses. Gleichzeitig beleuchtet sie aber auch die Geschichten derer, die ihre Heimat aufgrund des politischen und gesellschaftlichen Wandels immer wieder vorloren und dadurch Opfer ihrer jeweiligen Zeit wurden. Ein beeindruckendes Panorama des 20. Jahrhunderts, das atmosphärisch und in großen Bildern die Frage danach stellt, was am Ende bleibt, wenn unsere Zeit vergangen ist?

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Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.