Mit leiser Stimme | À voix basse

Lilia reist in ihr Geburtsland Tunesien, um ihren Onkel Daly zu beerdigen. Begleitet wird sie von ihrer Lebensgefährtin Alice, die aber nicht im Familienwohnsitz, sondern in einem nahegelegenen Hotel unterkommt. Selbst Lilias Mutter ahnt nichts von der lesbischen Beziehung ihrer Tochter – einer Beziehung, mit der sie nicht nur Schande über ihre Familie bringen würde, sondern die in Tunesien sogar unter Strafe steht. Als Lilia während der mehrtägigen Trauerfeier erfährt, dass ihr Onkel unter rätselhaften Umständen ums Leben gekommen ist, beginnt sie, eigene Nachforschungen anzustellen. Sie ist es leid, sich durch das familiäre Versteckspiel demütigen zu lassen und dringt immer tiefer in ein Netz aus Geheimnissen ein, das nicht nur ihre Familie, sondern die ganze Gesellschaft umspannt. Die Geister der Vergangenheit weisen ihr dabei mit leiser Stimme den Weg.

Ein ergreifendes Familiendrama über Identität, Familie und die zerstörerische Kraft des Unausgesprochenen: Die tunesisch-französische Regisseurin Leyla Bouzid erzählt mit sanfter Kraft davon, wie die Vergangenheit die Gegenwart heimsucht und so einen neuen Weg für die Zukunft weisen kann. Ein Film, der Mut macht und behutsamen Schrittes große Gefühle entfesselt.

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Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.