Tag der Archive: Neue Heimat Emsland? – Führung durch das Archiv der Gedenkstätte Esterwegen

Tag der Archive 2026
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Am 7. März 2026 findet der 13. Tag der Archive statt, zu dem auch die Gedenkstätte Esterwegen einlädt. Das diesjährige Motto lautet „Alte Heimat – neue Heimat“. Archive bergen unzählige Geschichten über Migration, Flucht, Ankommen, Verwurzelung und den Wandel von Gemeinschaften, über das Bewahren alter Traditionen in der Fremde und das Entstehen neuer Identitäten und Kulturen. Das diesjährige Motto erlaubt uns, die Prozesse von Wandel, Identität und Integration in unserer Gesellschaft sichtbar zu machen.

Im Zuge des Zweiten Weltkrieges sind millionenfach Menschen deportiert und verschleppt worden, haben sich Grenzen verschoben und standen Menschen vor einem Neuanfang in der Fremde. Bei zwei Führungen durch das Archiv der Gedenkstätte werden wir auf die Nachnutzung der Emslandlager als Camps für diese sogenannten Displaced Persons eingehen. Wir werden das Schicksal von Überlebenden der nationalsozialistischen Lager, der Zwangsarbeit und des Krieges kennen lernen, die den Weg der Emigration wählten, ebenso wie Menschen, die blieben.

 

Neue Heimat Emsland? – Führung durch das Archiv der Gedenkstätte Esterwegen

Viele Osteuropäer, die von den Nationalsozialisten verschleppt worden waren, konnten aufgrund der Grenzverschiebungen und des stalinistischen Terrors nicht in ihre Heimat zurückkehren. Deshalb suchten viele Displaced Persons nach einer neuen Heimat, blieben zeitweise oder auf Dauer in Deutschland. Zugleich hatten die Einheimischen die Last der Integration von Heimatvertriebenen und Flüchtlingen aus der Sowjetzone zu tragen. Wie war das Verhältnis der Menschen zueinander, wie gingen die Emsländer und die heimatlos Gewordenen mit der Situation um? Wer fand eine neue Heimat im Emsland? Diese Fragen und andere Fragen möchten wir gemeinsam mit Ihnen aufgreifen.

Nächste Termine

Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.