Tag des offenen Denkmals: Große Kirche

Die Große Kirche in Leer zeigt Exponate aus ihrer 500jährigen Geschichte

der Innenraum der Großen Kirche in Leer

Große Kirche in Leer

Im Gottesdienst am 13. September in der Großen Kirche stellt die kleine Arbeitsgruppe Kirchengeschichte das Magazin „Kirche gibt Raum“ zur 500jährigen Geschichte der Reformierten in Leer vor. Es geht um Lübbert Kanz, den ersten evangelischen Prediger in Leer, um die Schulen in der Trägerschaft der reformierten Gemeinde und um die Fürsorge für Arme und Bedürftige. Aber auch Unfrieden in der Gemeinde kommt zur Sprache, so der heftige Streit zwischen Deutschen Christen und Bekennender Kirche während der Naziherrschaft.

Nach dem Gottesdienst bleibt die Große Kirche bis zum späten Nachmittag offen für Gottesdienstbesucher und Gäste. Sie haben dann Gelegenheit, sich in Ruhe Exponate aus der Geschichte der Gemeinde anzusehen. Gezeigt werden unter anderem ein Abendmahlsbecher aus dem Jahr 1588 und ein Brotteller aus dem Jahr 1668 sowie eine silberne Taufschale, die anlässlich der Einweihung der Großen Kirche gespendet wurde. Die Diakonie der Gemeinde wird sichtbar anhand einer alten Sammelbüchse und an Stiftungstafeln, die an große Spenden für die Kirche und für die Armen der Gemeinde erinnern. Gefallenengedenktafeln für die Opfer mehrerer Kriege zeigen den Patriotismus am Ende des 19. Jahrhunderts ebenso wie das unbeschreibliche Leid, das der Zweite Weltkrieg auch in der Gemeinde in Leer hinterließ.

Nächste Termine

Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.