"Moordorf im Nationalsozialismus - Eine Forschung und ihre Folgen"

Andreas Wojak, Historiker und Journalist

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Die ehemalige Moorkolonie Moordorf im Landkreis Aurich ist ein markantes Beispiel für den Einfluss extremer wirtschaftlicher Not auf Lebens- und Verhaltensweisen von Menschen. Den Nationalsozialisten war das Dorf, in dem es Bettelei, Kriminalität und einen überaus starken Einfluss der Kommunisten gab, ein Dorn im Auge. Ihre Pläne: Umsiedlungen und Zwangssterilisationen. Der Referent berichtet über seine damaligen Forschungen und die vielfältigen, zum Teil zwiespältigen Reaktionen auf sein Projekt – bis in die Gegenwart hinein.

Andreas Wojak wurde 1952 in Spetzerfehn (Gemeinde Großefehn) geboren. Er studierte an der Freien Universität Berlin Politikwissenschaft und Geschichte. 1991 promovierte er an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im Fach Geschichte. 1992 veröffentlichte er seine Dissertation „Moordorf. Dichtungen und Wahrheiten über ein ungewöhnliches Dorf in Ostfriesland“ als Buch, das überregional viel Beachtung fand und mehrfach aufgelegt wurde. Bis 2018 arbeitete der Historiker im Pressebereich der Oldenburger Universität, seit Jahren ist er zudem als Journalist und Autor von Büchern und Aufsätzen tätig.
 

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Standortart: Vor Ort
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26725 Emden
Deutschland

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Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.