Die "Moor-SA" - Vortrag von David Reinicke

Siedlungspolitik und Strafgefangenenlager im Emsland 1934-1942

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Preise
5,00
Mitglieder der sogenannten Moor-SA auf der Wache (um 1935)
Lizensiert gemäß Alle Rechte vorbehalten von David Reinicke

Die Bezeichnung als "Moor-SA" gaben sich die Wachmannschaften der nationalsozialistischen Strafgefangenenlager im Emsland ursprünglich selbst, erlangten durch eine breit angelegte Repräsentationskultur aber über die Region hinaus Bedeutung. Mit ihrer Selbstbetitelung unterstrichen die SA-Männer ihren Anspruch, die Gefangenen durch Zwangsarbeit in einem großangelegten Siedlungsprojekt zu "erziehen". Dies führte zu einer umfassenden Gewaltpraxis, der die aus regulären Gefängnissen und Zuchthäusern kommenden Häftlinge ab 1934 ausgesetzt waren. 

Aufgrund der Unterstützung verschiedener Instanzen war es der "Moor-SA" möglich, sich als Gemeinschaft weit über den "Röhm-Putsch" hinaus zu inszenieren und eine völkisch geprägte Modernisierung der Region voranzutreiben. Ihre vermeintlichen Erfolge konnte die "Moor-SA" lange nach außen hin veranschaulichen und gleichzeitig gegenüber den SA-Männern selbst die Verheißung entfalten, dass diese selbst als zukünftige Siedler davon profitieren sollten.

Einlass
30 Minuten vorher

Veranstaltungsort

Standortart: Vor Ort
Adresse
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Georgswall 1
26603 Aurich
Deutschland

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Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.