3. Juni: Eröffnung der ersten Sommer-Ausstellung in der Ludgerikirche Norden
Unter dem Titel „Licht, Farbe, Schöpfung“ zeigt der ostfriesische Künstler Herbert Müller seine Landschaftsbilder
Die Evangelisch-lutherische Ludgeri-Kirchengemeinde Norden lädt für den 3. Juni 2026 um 19 Uhr zur Eröffnung der ersten Sommer-Ausstellung im Rahmen der Reihe „KUNST | KIRCHE | KONTEXT“ ein. Im Chorumgang werden Bilder des Künstlers Herbert Müller, der in Fehnhusen lebt und arbeitet, gezeigt. Der in Norden geborene Müller hat eine tiefe Verbindung zur Ludgerikirche: Hier wurde er schon getauft.
Seine Werke sind unter anderem Teil der Sammlung des Kunsthauses Leer sowie der von Dr. Walter Baumfalk gestifteten Sammlung regionaler Künstler im Ostfriesischen Landesmuseum Emden. Er ist bekannt für seine farbigen Landschaftsbilder, die oft durch einen besonders tief- oder hochliegenden Horizont auffallen.
Herbert Müller in seinem Atelier
Müller, der bis 2012 auch als Kunsterzieher am Gymnasium Ulricianum in Aurich wirkte, setzt sich in seinen Bildern nicht nur mit der ostfriesischen Landschaft auseinander, sondern behandelt auch gesellschaftliche Aspekte. Einer der Schwerpunkte war dabei die Gedenkstättenarbeit in Engerhafe, wo sich im Herbst 1944 für zwei Monate eine Außenstelle des Konzentrationslagers Neuengamme befand. Im Sommer 2023 gab es dazu bereits eine Ausstellung von Müller in der Ludgerikirche: „Unsichtbares sichtbar machen – Das KZ vor der Haustür“.
Für seine künstlerisch-gesellschaftliche Arbeit zeichnete die Ostfriesische Landschaft ihn 2024 mit der Ubbo-Emmius Medaille aus; am 22. Mai 2026 verlieh der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ihm das Bundesverdienstkreuz.
Wolfgang Mauersberger
(Presse-)Fotografie für Landschaft, Kultur und Events
In diesem Beitrag erwähnt
„Ganz Ostfriesland gratuliert!“
Mit dem Bundesverdienstkreuz wurde Herbert Müller nicht nur als Künstler ausgezeichnet, sondern es wurde vor allem seine Arbeit im Sinne der Völkerverständigung gewürdigt