Die harmonierenden Vier
Das Poème Festival endete mit einem Konzert in der Schweizer Kirche. Auf dem Podium: das Hanover Quartett
Emden. Filmmusik von Hans Zimmer, Nino Rota und Enrico Morricone, Schlager von Adele, Queen oder Abba, Tangos von Piazzolla, zudem eine Prise Oper, etwas Musical. Das war das Programm des dritten und letzten Abends eines kleinen Festivals, das die beiden Violinistinnen Elena Meyer und Polina Munteanu gegründet und organisiert haben.
Stimmungsvolles Programm in erleuchteter Umgebung: Iury Santos, Uiler Moreira, Felix Lohde und Diego Arangoa
In der annähernd voll besetzten Schweizer Kirche breitete sich schnell Stimmung aus. Die vier Musiker des Hanover-Quartetts spielten, in einem Meer von Kerzen sitzend, ein Programm, das zum Beispiel „Chicquitita“, „Yesterday“, „I have a dream“, „Bohemian Rhapsody“ in sehr ruhigen Arrangements umgriff. Sie schufen mit ihrer Interpretation für Streich-Quartett ein gefühlsbetontes Ganzes. Dynamische Zugriffe waren selten und wurden nur an ausgewählten Positionen eingesetzt. So wirkte das Programm insgesamt etwas flächig, einige lebhaftere Impulse hätten ihm gutgetan.
Volles Haus in der Schweizer Kirche, wo das „Hanover Quartet“ gastierte
Das junge Quartett, das insgesamt sehr gut harmonierte, war in der Besetzung Iury Santos, Uiler Moreira (beide Violine), Felix Lohde (Viola) und Diego Arangoa (Violoncello) angetreten und sah sich einem vollen Saal gegenüber, der sich sehr offen zeigte und mit ehrlich lebhaftem Applaus reagierte. Und als mit „The winner takes it all“ das letzte Stück verklungen war, gab es Rufe nach Zugaben.
Die beiden Festival-Gründerinnen waren offensichtlich mit dem ersten Durchgang des Angebotes sehr zufrieden und kündigten für das nächste Jahr eine Fortsetzung von Poème an.
Wolfgang Mauersberger
(Presse-)Fotografie für Landschaft, Kultur und Events