Emotionale Bandbreite
Das 25. Konzert des Gezeiten-Festivals fand in Leer statt und wurde von der Band CARA gestaltet
Leer. Dem fast schon typisch irischen Wetter trotzten mehr als 400 Besucherinnen und Besucher beim Open-Air-Konzert der Gezeitenkonzerte mit der Celtic-Folk-Band CARA auf dem Willy-Brandt-Platz in Leer. Kühle Temperaturen und ein strammer Wind konnten der Atmosphäre nichts anhaben – im Gegenteil: Das Publikum ließ sich die gute Laune nicht verderben und feierte die vier Musiker am Ende eines mitreißenden Konzertabends mit langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen.
Spektakuläre Kulisse: der Willy-Brandt-Platz mit dräuenden Wolkenformationen.
Bereits 2022 hatte CARA bei den Gezeitenkonzerten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Mit ihrer Rückkehr bewies die mehrfach ausgezeichnete Formation eindrucksvoll, warum sie zu den renommiertesten Celtic-Folk-Bands Europas zählt. Im Mittelpunkt des Abends standen die Titel ihres neuen Albums „Our Ship Is Ready“, das erst kürzlich erschienen ist.
Gudrun Walther mit ihrem Diatonischen Akkordeon
Die neuen Songs fügten sich nahtlos in das abwechslungsreiche Programm ein und überzeugten mit poetischen Texten, feinem Songwriting und musikalischer Tiefe. Besonders die beiden Sängerinnen Gudrun Walther und Kim Edgar prägten den Abend mit ihren ausdrucksstarken Stimmen. Mal berührend und melancholisch, dann wieder kraftvoll und voller Energie entfalteten ihre Duette eine große emotionale Bandbreite.
Jürgen Treyz an der Gitarre
Ergänzt wurde dies durch die virtuosen Instrumentalpassagen von Simon Pfisterer an Uilleann Pipes, Flöten und Whistles sowie das fein abgestimmte Gitarren- und Dobrospiel von Jürgen Treyz. Immer wieder wechselte das Quartett mühelos zwischen innigen Balladen, traditionellen Tanzstücken und modernen Eigenkompositionen, ohne dabei den roten Faden zu verlieren. Die besondere Kulisse am Leeraner Binnenhafen mit Blick auf die Prinz Heinrich verlieh dem Konzert zusätzlichen Reiz.
Kim Edgar, die Keyboarderin singt auch
Während dunkle Wolken über den Himmel zogen und der Wind über den Platz strich, entstand beinahe eine Atmosphäre wie an der irischen Atlantikküste – passender hätte das Wetter zur Musik kaum sein können. Das Publikum nahm die äußeren Bedingungen mit Gelassenheit und genoss den Abend sichtbar bis zum letzten Ton. Mit viel Charme, Spielfreude und spürbarer Verbundenheit zum Publikum schuf CARA ein Konzerterlebnis, das einmal mehr zeigte, wie zeitlos und lebendig die keltische Musik sein kann.
Simon Pfisterer spielt Flutes, Whistles und Uilleann Pipes
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Gezeitenkonzerte 2026
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