Frisia Judaica: Neuer Podcast online

Redaktionssitzung Frisia Judaica
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Ein neuer Klangraum für ostfriesisch-jüdische Geschichte, Kultur und Gegenwart: Frisia Judaica hat einen Podcast gestartet, produziert vom Redaktionsteam, bestehend aus Matthias Süßen, Stephan Horschitz und Dr. Welf-Gerrit Otto. Die Auftaktfolge ist bereits auf gängigen Plattformen abrufbar (Spotify, Apple Music, Amazon Music, YouTube, Audible etc.), nicht zuletzt natürlich auch bei Frisia Judaica. Der Podcast wird in regelmäßigen Abständen fortgeführt und lädt zum Mitdenken, Mitfühlen und Mitdiskutieren ein.

Die Redaktion verbindet journalistische Erfahrung, historische Expertise und regionale Verwurzelung. Ihr gemeinsamer Ansatz ist eine Mischung aus zugänglicher Erzählweise, gründlicher Recherche und einer hörnahen Perspektive auf Themen, die sonst oft im Archiv verbleiben. Das Team legt Wert auf klare Sprache und Respekt gegenüber den Menschen und Geschichten, die zu Wort kommen.

Der Podcast spannt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Forschung und gelebter Erinnerung. Jede Folge widmet sich einem klaren Schwerpunkt und nutzt unterschiedliche Formen, um vielfältige Zugänge zu öffnen. Dazu gehören vertiefte Einblicke in historische Ereignisse, Biografien und Orte der jüdischen Geschichte in Ostfriesland. Dazu kommen Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kulturprojekten und Wissenschaft, die Perspektiven auf Bewahrung, Wandel und aktuelle Debatten eröffnen. Gleichzeitig öffnet der Blick auf Kultur heute den Raum für Initiativen, Veranstaltungen und Bildungsarbeit, die jüdisches Leben sichtbar machen, vernetzen und nachhaltig stärken.

Die Auftaktfolge „Geschichte hörbar machen“ setzt den Ton des Formats. Sie führt in Anliegen, Themenbreite und Erzählstil ein und macht neugierig auf die kommenden Episoden. Das Angebot ist niedrigschwellig und kostenlos zugänglich, mobil und am Desktop abrufbar. Damit wird die Hürde, sich mit komplexen Themen auseinanderzusetzen, bewusst klein gehalten.

Der Veröffentlichungstakt von vier Folgen im Jahr gewährleistet Kontinuität und Aktualität. Die Redaktion lädt dazu ein, Themenvorschläge, Hinweise und Fragen einzureichen. Dadurch entsteht ein dialogisches Format, das sich gemeinsam mit seiner Hörerschaft weiterentwickelt.

Dieser Podcast ist wichtig, weil er Geschichte hörbar und Gegenwart greifbar macht. Er führt Menschen an Fragestellungen heran, die in Fachliteratur oft schwer zugänglich sind, und öffnet Räume für Austausch. Für Ostfriesland bedeutet das, Erinnerungskultur lebendig, vielstimmig und anschlussfähig zu gestalten.

Gleichzeitig stärkt der Podcast die Vernetzung zwischen lokalen Akteuren, Forschung und Öffentlichkeit. Durch Gespräche mit Archiven, Kulturinstitutionen, Schulen und Initiativen entstehen Kooperationen, die über einzelne Episoden hinaus reichen und nachhaltige Wirkung entfalten können. Die Verbindung von präziser Recherche und nahbarem Erzählen schafft Vertrauen und öffnet den Blick für differenzierte Perspektiven.

Der Ausblick ist vielversprechend. Geplant sind Folgen, die sowohl historische Tiefe als auch aktuelle Bezüge bieten. Denkbar sind Reihen zu Orten des Erinnerns, biografischen Porträts von Personen, deren Lebenswege exemplarisch für ostfriesisch-jüdische Erfahrungen stehen, sowie Einblicke in Projekte, die jüdisches Leben heute sichtbar machen. Darüber hinaus sollen Episoden den Umgang mit Quellen, Methoden der lokalen Geschichtsforschung und Fragen der Erinnerungspolitik beleuchten, um ein reflektiertes Verständnis zu fördern. Hörerinnen und Hörer sind herzlich eingeladen, am Podcast mitzuwirken.

Wer ein Ohr für die Geschichte hat und die Gegenwart verstehen will, findet hier einen verlässlichen Begleiter. Die Redaktion arbeitet sorgfältig, bleibt zugänglich und setzt auf Kontinuität. Mit neuen Episoden in regelmäßigen Abständen und einer offenen Einladung zur Mitwirkung entsteht ein Format, das Wissen vertieft, Vertrauen schafft und die kulturelle Landschaft Ostfrieslands bereichert. Die Auftaktfolge ist bereits verfügbar; wer dem Podcast folgt, verpasst keine neue Episode.

Hier geht es zum Frisia-Judaica-Podcast: https://frisia-judaica.de/2025/10/09/geschichte-hoerbar-machen-frisia-j…

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Frisia Judaica

Auf den Spuren des jüdischen Erbes in Ostfriesland und den Nachbarregionen

Matthias Süßen

Journalist | Blogger | Dozent

Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.