„Im Dazwischen“
Die Kunstweiber eröffnen Ausstellung in der Manningaburg – Eine Kooperation der Künstlerinnengruppe und des Heimatvereins Krummhörn
Pewsum. Zur Vernissage der Ausstellung „Im Dazwischen“ trafen sich am 12. Juli etwa 25 Kunstinteressierte mit den vier Kunstweibern in der Pewsumer Manningaburg. Die Kunstweiber – dahinter stehen vier ostfriesische Künstlerinnen: Katharina Schulz, Hiekje van Damme, Gaby Mrongowius und Anette Janssen.
Gerald Hagen vom Heimatverein Krummhörn stellte mit wenigen Worten die Manningaburg vor. „Vergangenheit und Gegenwart begegnen sich hier auf ganz besondere Weise – und genau darin steckt bereits ein Stück des Im Dazwischen.“
Gerald Hagen begrüßt Künstlerinnen und Gäste; im Hintergrund ein Gemälde von Gaby Mrongowius
Die vier Künstlerinnen sind in Ostfriesland in verschiedenen Feldern aktiv. Katharina Schultz arbeitet in ihrem Atelier im Zollhaus Leer, auch viel mit Kindern. Über viele Jahrzehnte war sie hauptberuflich pädagogisch tätig: Gut zehn Jahre lang baute Schultz als Künstlerische Leiterin die Malschule der Kunsthalle in Emden auf, 1996 wechselte sie als Dozentin für bildende Kunst an die Hochschule in Emden.
Katharina Schultz ist mit Bildern, einem "Feenstuhl", und einem Objekt zum Mitmachen vertreten.
Die gebürtige Niederländerin Hielkje van Damme betreibt seit fast 60 Jahren ihre Töpferwerkstatt in Loquard. Ihre Spezialität: der Raku-Brand. In der Manningaburg stellt sie großformatige Ton-Objekte aus. Van Damme leitet Keramikkurse an der Malschule der Kunsthalle Emden und bei der Ländlichen Akademie Krummhörn (LAK), zeitweise hatte sie auch Lehraufträge der Emder Hochschule.
Große Keramikobjekte von Hielkje van Damme
Anette Janssen arbeitet als Kunsttherapeutin viel mit Kindern. Davon zeugt das umfangreiche Objekt „MEIN PLANET“ im Zentrum des Saals. Unter ihrer Anleitung beschäftigten sich Kinder mit für sie wichtigen Fragen der Zukunft, insbesondere unter den Aspekten Umwelt und Klima. Einige Wünsche der Kinder: „Berge/Wald Wiesen, Seen, Bäume“, „Keine Umweltverschmutzung“, „Keine Kohle/Gas/Öl Kraftwerke Atomkraftwerke“, „Nur alle friedlichen Menschen sollen darauf leben“!
Im Zentrum des Saals: Das Projekt "MEIN Planet" von Anette Janssen
Gaby Mrongowius ist in München geboren; sie zeigt einige großformatige Gemälde, die in Ihrem Atelier in Amdorf entstanden sind. Hier lebt und arbeitet die gebürtige Münchnerin nach vielen Stationen im Ausland seit fast 20 Jahren.
Schau mal, da! Drei Minuten vor 12! Gäste vor einem Ölgemälde von Gaby Mrongowius
Katharina Schultz und Hielkje van Damme schlossen sich schon vor etwa 15 Jahren zur Gruppe „Die Kunstweiber“ zusammen; die beiden weiteren Künstlerinnen stießen in den letzten Jahren dazu.
Die Ausstellung in der Manningaburg ist bis Ende August zu sehen.
Hier geht's rein: Die Manningaburg
⏵ Zur Homepage der Kunstweiber
⏵ Kunsthistorikerin Sarah Byl wird die nächste Ausstellung der Kunstweiber mit dem Titel „Zwischenwelten“ am 12.09.2026 in der Kunstscheune Gess in Jemgum (18 Uhr) eröffnen.
Wolfgang Mauersberger
(Presse-)Fotografie für Landschaft, Kultur und Events
In diesem Beitrag erwähnt
Sarah Byl
Ihre Kunst. Meine Leidenschaft