Langer Kunstabend wieder mit Talk
Künstlergespräch mit Stefan Marx in der Kunsthalle Emden
Emden. Beim nächsten langen Kunstabend der Kunsthalle Emden am Dienstag, 1. September, unterhält sich Direktorin Silke Oldenburg ab 19 Uhr mit dem international bekannten Künstler, Zeichner und Typographen Stefan Marx. Seit zwei Wochen ist die großformatige Arbeit von Stefan Marx „I’ll be your mirror“ (ich werde Dein Spiegel sein) im Atrium der Kunsthalle zu sehen. Der Titel des Werks bezieht sich auf einen Song der Band „The Velvet Underground“.
Gemälde „I’ll be your Mirror“ von Stefan Marx in der aktuellen Ausstellung der Kunsthalle, rechts im Bild „Wall“ von Christian Thoelke.
Marx arbeite häufig mit Zitaten und Redewendungen, heißt es in einer Pressemitteilung der Kunsthalle. Scheinbar banale Textfragmente aus dem Internet, aus Medien, Songs, Werbung oder zufällig aufgeschnappte Gesprächsfetzen würden im künstlerischen Prozess zu geheimnisvollen, ironischen oder tiefgründigen Aussagen verdichtet. „In Marx‘ wolkiger Ballonschrift werden vermeintlich feststehende Begriffe und klare Wörter überraschend beweglich, flexibel und wandelbar und öffnen in der Betrachtung neue Vorstellungsräume“, betont die Kunsthalle. Damit reflektierten seinen Werke die Grundfrage der Ausstellung: Kann Schrift etwas mitteilen, das sich allein in Worten nicht fassen lässt?
Stefan Marx (geb. 1979) studierte an der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg Typografie und Kommunikationstheorie/Kulturphilosophie. Seine Schrift-Bilder und Zeichnungen würden sich spielerisch zwischen Hoch- und Popkultur bewegen, traditionelle Grenzen zwischen freier und angewandter Kunst würden dabei aufgehoben. Seine künstlerischen Wurzeln habe Marx in Fanzines und der Skate- und Musikszene der Neunzigerjahre. Heute fände sich seine unverwechselbare Handschrift auf Papier und Leinwand, auf Skateboards, Plattencovern und Wänden ebenso wie auf Porzellan und T-Shirts. Marx lebe und arbeite in Hamburg und Berlin.
▶ Am langen Kunstabend, der an jedem ersten Dienstag eines Monats stattfindet, ist der Eintritt von 17 bis 21 Uhr dank der Förderung der Aloys Wobben Stiftung frei. Die Kunstabend-Führung ist am 1. September bereits ausgebucht.