Neue Impulse zum Emder Gedenktag

Die offizielle Veranstaltung der Stadt Emden am 6. September bietet mit einer Ausstellung und einer Gesprächsrunde zur Erinnerungskultur aktuelle Anstöße

Die Vision eines Verlustes: Kunstmaler Willy Rochler malte den Brand des Emder Rathauses
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Die Vision eines Verlustes: Kunstmaler Willy Rochler malte den Brand des Emder Rathauses

Emden. In diesem Jahr erhält die Gedenkveranstaltung der Stadt Emden zum 6. September neue Impulse. Das geht aus einer Pressemitteilung der Verwaltung hervor. Mit einer Ausstellung im Ostfriesischen Landesmuseum Emden und einer Gesprächsrunde zur Erinnerungskultur in der Johannes a Lasco Bibliothek soll das Gedenken in einen aktuellen Rahmen überführt werden. Am 6. September 1944 erlebte die Seehafenstadt Emden den größten Angriff in ihrer Geschichte. Dieses verheerende Ereignis jährt sich in diesem Jahr zum 82. Mal. 

Bereits am Vormittag lädt das Ostfriesische Landesmuseum Emden zur Eröffnung der Sonderausstellung „Site Reclaimed – Altes Land, Neu“ von Marsha Pels ein. Die Ausstellungseröffnung beginnt um 11.30 Uhr im Rummel des Rathauses am Delft. Die Künstlerin (Jahrgang 1950) war im Rahmen eines Fulbright-Stipendiums 1997/98 in Emden. Hier entwickelte sie ein Projekt für den Bunker am Bahnhof, indem sie die Architektur dieses Gebäudes mit jenem der zerstörten Emder Synagoge in Beziehung setzte. Umgesetzt wurde die Idee nicht, allerdings hat sich ein Modell dazu erhalten. Die aktuelle Ausstellung bewegt sich ebenfalls in diesem Themenkreis, indem Pels danach fragt, in wie weit Erinnerungen im öffentlichen Raum sichtbar gemacht werden können.

Um 17.30 Uhr beginnt dann die offizielle Gedenkveranstaltung mit einem musikalischen Auftakt durch Patrick Pagendarm und einer ökumenischen Andacht. Um 18 Uhr folgen die Gedenkworte von Oberbürgermeister Tim Kruithoff. Im Anschluss sollen Emder Akteurinnen und Akteure, die sich auf unterschiedliche Weise mit Erinnerung, Gedenken und der Vermittlung von Geschichte beschäftigen, miteinander ins Gespräch kommen. „Damit soll das Gedenken nicht allein auf den historischen Rückblick beschränkt bleiben, sondern auch die Frage aufgreifen, wie Erinnerung in der Stadtgesellschaft heute gelebt und weitergegeben werden kann“, heißt es dazu in der Mitteilung.

Nach der Gedenkveranstaltung öffne das Bunkermuseum bis etwa 20.30 Uhr seine Türen. Dort bestehe die Möglichkeit zum weiteren Austausch. 

Veröffentlichungsdatum

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Museum

Ostfriesisches Landesmuseum Emden

Das Ostfriesland Museum

Adresse
Brückstraße 1, Emden
Bildungsort

Johannes a Lasco Bibliothek

Adresse
Kirchstraße 22, Emden

Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.