Sonderausstellung - Intervention vom 6.9.2026 bis zum 17.1.2027
Emden ist bis heute von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und dem Verlust seiner jüdischen Gemeinde geprägt. Die Ausstellung der US-amerikanischen Künstlerin Marsha Pels (geb. 1950, New York) greift diese Geschichte auf und fragt, wie vielfältige Erinnerungen im öffentlichen Raum sichtbar gemacht werden können.
Im Mittelpunkt steht das „Reclaimed Site Bahnhofsbunker-Projekt“, das Pels während eines Fulbright-Stipendiums 1997/98 in Emden entwickelte. Das Konzept bringt die Architektur eines Kriegsbunkers und die zerstörte Emder Synagoge in einen eindrucksvollen Dialog. Es entwirft einen Ort der Erinnerung, der Forschung und der öffentlichen Begegnung.
Marsha Pels beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit ihrer Familiengeschichte, dem Holocaust und den Folgen des Nationalsozialismus. Ihr Großvater stammte aus Emden und wanderte 1899 nach New York aus. Aus dieser persönlichen Verbindung entstand ein Werk, das individuelle Erinnerung mit gesellschaftlicher Verantwortung gegenüber Geschichte verknüpft.
Die Ausstellung zeigt künstlerische Arbeiten, die von Verlust, Gedenken und der Frage erzählen, wie aus den Spuren der Vergangenheit neue Formen der Erinnerung entstehen können. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich mit der Geschichte Emdens und den Möglichkeiten einer lebendigen Erinnerungskultur auseinanderzusetzen.