»Eine Hand voll Heimaterde«

Flucht und Vertreibung im Nachkriegsschlager

Ein Mann spielt Akkordeon vor einem Stacheldrahtzaun. Das Bild ist in Schwarzweiß.
Lizensiert gemäß Alle Rechte vorbehalten

Vortrag mit Gerd-Dieter Köther

Mittwoch, 26. März 2025, um 19:00 Uhr

Der Schlager bietet seinen Hörern eine heile Welt – er hilft für drei Minuten oder die Länge eines Musikantenstadels den grauen Alltag zu vergessen, die perfekte Liebe herbeizusehnen. Und immer schon war er auch Projektionsfläche für Heimatromantik und Heimatverklärung. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten 12 bis 14 Millionen Deutsche durch Flucht und Vertreibung ihre Heimat verloren. Doch wie fanden deren Erinnerungen und Narrative bis in die 1960er Jahre hinein Eingang in diese besondere Art der Populärmusik? Und wie entdeckte der Markt die Flüchtlinge und Vertriebenen als großes Käufersegment?

In seinem Vortrag geht Gerd Dieter Köther diesen und weiteren Fragen nach und begibt sich auf musikalische Spurensuche: Anhand zahlreicher Hörbeispiele werden die Lebens- und Sehnsuchtswelten von Millionen von Heimatlosen hör- und spürbar.

Der Eintritt ist frei.

(Bild: Unbekannter Akkordeonspieler im Flüchtlingslager Tidofeld, um 1950)

Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben.

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Dauer
1 Stunde 30 Minuten
Veranstaltungssprache
Deutsch

Nächste Termine

Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.