Filmabend mit Helma Sanders-Brahms' „Heinrich“

Das umfangreiche Rahmenprogramm zur Ausstellung „Helma Sander-Brahms – ihre Filme ihr Leben“ im Ostfriesischen Landesmuseum geht weiter. Als nächstes auf dem Programm steht – in Zusammenarbeit mit dem vhs-Filmclub - die Vorführung des Films „Heinrich“, ein Portrait des Dichters Heinrich von Kleist (1777-1811).
Helma Sanders-Brahms (1940-2014) zeigt darin eine zerrissene Persönlichkeit, die zwischen romantischem Liebes- und Dichterideal, preußischer Lebensrealität sowie den kriegerischen und revolutionären Zeitläuften zerrieben wird. Die Emder Filmemacherin hat keinen historisch authentischen Film gemacht, sondern vielmehr ein Puzzle zusammengesetzt – aus unglücklichen Beziehungen, der Arbeit des Dichters, Kriegserfahrung und Todessehnsucht.
„Heinrich“, 1977 erschienen, wurde seinerzeit mit wichtigen Preisen bedacht. Er erhielt die Goldene Schale (Deutscher Filmpreis) für die beste Produktion, das Filmband in Gold für das beste Drehbuch sowie den Kritikerpreis auf dem Filmfestival in Cordoba. Eine der Hauptrollen in „Heinrich“ spielt die kürzlich gestorbene Hannelore Hoger („Bella Block“).
Im Anschluss an die Vorführung begrüßt Moderatorin Ute Lipperheide wieder einen Gesprächsgast. Zugesagt hat der Kameramann, Drehbuchautor, Filmregisseur und Produzent Thomas Mauch. Mauch führte auch die Kamera bei „Heinrich“. Er arbeitete unter anderem mit den Regisseuren Werner Herzog („Aguirre, der Zorn Gottes“, „Fitzcarraldo“), Jan Schütte („Auf Wiedersehen Amerika“) und Edgar Reitz („Heimat 3“) zusammen und stand bei mehreren Filmen von Helma Sanders-Brahms hinter der Kamera. Mauch wurde einmal mit dem Goldenen Bären auf der Berlinale und insgesamt dreimal mit dem Filmband in Gold ausgezeichnet.
Die Ausstellung im Landesmuseum entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsche Kinemathek und ist noch bis zum 27. April zu sehen.

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