"Friesisch in Ostfriesland. Schlaglichter aus der Zeit, als Plattdeutsch hierzulande Fremdsprache war"

Referent: Dr. Wilko Lücht, Bibliothekar und Altphilologe

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Für Nichtostfriesen scheint es verwunderlich, warum man in Ostfriesland kein „Ostfriesisch“ spricht. Ostfriesen wissen, in Ostfriesland spricht man Platt (und Hoch). Doch das war nicht immer so: Bis in die frühe Neuzeit sprach man in Ostfriesland tatsächlich „Ostfriesisch“ – und tut dies im Saterland bis heute. Wilko Lücht beleuchtet anhand von Schlaglichtern die Geschichte der friesischen Sprache in Ostfriesland von ihren ersten Schriftquellen bis zu ihrem Niedergang und ihrem Fortleben als „Seeltersk“ im Saterland.

Wilko Lücht, geboren 1982, in Warsingsfehn (Gemeinde Moormerland, Landkreis Leer) aufgewachsen. Studium der Alten Sprachen und der Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen, Promotion 2019 in klassischer Philologie. Studium des Bibliothekswesens an der HAW Hamburg. Seit 2021 als Bibliothekar an der Landesbibliothek Oldenburg tätig und dort zuständig für Regionalliteratur. Regelmäßige plattdeutsche Veröffentlichungen in nordwestdeutschen Tageszeitungen seit anderthalb Jahrzehnten. 2017 Johann-Friedrich-Dirks-Anerkennungspreis, 2019 Borsla-Preis, 2025 Freudenthal-Auszeichnung.

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Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.