Das Foto von der pilzförmigen Atomwolke wurde zur einem ikonischen Symbolbild für die menschengemachte Apokalypse. Im Emder Ökowerk erinnert ein Gingkobaum an diese Katastrophe. Es handelt sich um den Ableger eines rund 200 Jahre alten Baums, der den Bombenabwurf am 6. August 1945 auf wundersame Wiese überlebt hat und bis heute seine Äste in Hiroshima ausbreitet. Eckhard Lukas, Mitbegründer des Ökowerks, pflegt diesen Gedenkort, der 2015 im Rahmen des Projekts Mayors for Peace eingerichtet wurde. Zugleich setzt das Emder Umweltzentrum durch sein Wirken Akzente der Hoffnung für eine friedliche und nachhaltige Zukunft. Anlässlich des Jahrestages des Atombombenabwurfs spricht Eckhard Lukas über die Geschehnisse und stellt anschließend inspirierende Projekte des Ökowerks vor, die Mut im Kampf gegen die Klimakrise machen.
Der Vortrag am langen Kunstabend findet im Rahmenprogramm zur kürzlich eröffneten Ausstellung „Dem Himmel so nah. Wolken in der Kunst“ (bis 2. November) statt. Am Kunstabend, jeweils am ersten Dienstag eines Monats, sind der Eintritt von 17 bis 21 Uhr und die Teilnahme an Veranstaltungen, Vorträgen und Führungen dank der Förderung durch die Aloys Wobben-Stiftung frei. Die öffentliche Führung am 3. Juni ist bereits ausgebucht, interessierten Gästen wird die Nutzung des kostenfreien Audioguides vom Smartphone empfohlen (Leihgeräte an der Kasse). Erstmals gibt es an diesem Abend die Gelegenheit zum Slow Reading, ein Angebot in Kooperation mit der Stadtbücherei Emden.