Die NS-Zeit in Ostfriesland und in der Provinz Groningen war nur bei oberflächlicher Betrachtung eine Geschichte von Tätern und Opfern. Der Vortrag nimmt anhand zweier Biografien eine differenziertere Perspektive ein: Ein hochrangiger Verwaltungsbeamter, der sowohl in Ostfriesland als auch in den besetzten Niederlanden fungierte, und ein weithin unbekannter Pastor aus einer kleinen ostfriesischen Gemeinde stehen im Mittelpunkt der Betrachtung. Beide Leben zeigen, wie Menschen innerhalb der Diktatur mit ihren eigenen Logiken agierten – jenseits oberflächlicher Kategorien wie Heldentum und Fanatismus. Die biografische Methode ermöglicht einen Blick auf die Grautöne der Geschichte und auf die alltäglichen Entscheidungen, durch die NS-Herrschaft konkret wurde.
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