"Juden erträglich" - Bäderantisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert am Beispiel Borkum und Norderney

Referent: Matthias Pausch
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Der Vortrag handelt über die unterschiedliche Entwicklung des Bäderantisemitismus von Borkum und Norderney. Während im Seebad Norderney jüdische Badegäste willkommen waren, wurde das Seebad Borkum bereits Ende des 19.Jahrhunderts als "judenfrei" beworben. Der Bäderantisemitismus auf Borkum verdeutlicht, wie tief verwurzelt antisemitische Einstellungen in Teilen der deutschen Gesellschaft schon lange vor dem Aufstieg der Nationalsozialisten waren. Er beschreibt die Diskriminierung, Verfolgung und Verdrängung von jüdischen Menschen in Zusammenhang mit deren Besuchen in Kurorten und Badeeinrichtungen. Der Vortrag möchte die Hintergründe des Bäderantisemitismus aufzeigen und u.a. der Frage nachgehen, weshalb sich in Ostfriesland die Seebäder Borkum und Norderney so gegensätzlich entwickeln konnten.

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Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.