Jüdische Friedhöfe: Das Andenken verlängern

Jüdische Friedhöfe als Orte jüdischen Lebens

Jüdischer Friedhof Aurich
Lizensiert gemäß Creative Commons Namensnennung 4.0 International von Günther Lübbers

Jüdische Friedhöfe werden auf Ewigkeit angelegt, deshalb nennt man sie auch ‚Häuser der Ewigkeit‘. In Deutschland zählen wir heute mehr als 2000 Begräbnisstätten. Der früheste, heute noch erhaltene Friedhof liegt in Worms, die Datierung der ältesten Steine reicht bis in die 1050er Jahre zurück.

In den meisten Orten gibt es keine jüdischen Gemeinden mehr, während der Schoah wurden ihre Mitglieder vertrieben und ermordet, die Synagogen verbrannt. Jüdische Friedhöfe sind somit vielerorts die einzigen Zeugen jüdischen Lebens in Deutschland. So auch in Ostfriesland.

Im Vortrag wird das Selbstverständnis des jüdischen Friedhofs erläutert und der Aufbau der hebräischen Inschriften und Symbole erklärt. Außerdem wird deutlich, dass ein jüdischer Friedhof auch die Funktion eines steinernen Archivs hat und Anstöße zu weiterer Erforschung des jüdischen Gemeindelebens vor Ort geben kann.

Walter Schiffer M.A., Mag. Theol. studierte u.a. Pädagogik, Theologie (Uni Bonn) und Judaistik (Uni Münster). Seit vielen Jahren bietet er Vorträge, Seminare und Führungen zu verschiedenen Themen der jüdischen Kultur an. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Erforschung jüdischer Friedhöfe (z.B. im Münsterland und Bergen-Belsen).

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Beteiligte

Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.