Helma Ruß-Bittner
Der Künstler darf alles und muss nichts!
Mein Lebenspfad
In Wittmund/ Ostfriesland geboren und aufgewachsen
Frühe Orientierung zur Kunst; Malerei Literatur und Musik
Berufstätigkeit 25 Jahre im Bankensektor
Besuch der Freien Kunstschule Köln
Schülerin des freischaffenden Malers Wolfgang Siemens, Köln (Meisterschüler v. Friedel Vordemberge) Ein ausdrucksstarker, enorm energetischer Maler, Mentor und Lehrmeister mit Ermutigung zum freizügigen Umgang mit Farbe und mutiger und direkter Herangehensweise an meine eigene Kunst. Dadurch stärkte sich meine Sicherheit und kreative Reichweite.
Wolfgang Siemens, der 2016 starb, legte mir seinen eigenen Wahlspruch ans Herz: Der Künstler darf alles und muss nichts!
Dieser radikale Schritt in die kreative Freiheit des Künstler-Seins beeinflusste mein Selbstvertrauen in meine Arbeit bis heute positiv und nachhaltig.
Ich habe diesen Sinn auch dafür genutzt, mich in meiner Malerei mit Themen und Motiven meiner norddeutsch-ostfriesischen Heimat auseinanderzusetzen und immer wieder neu nach Ausdruck und Technik zu suchen. Ich male vorwiegend auf Leinwand, aber auch auf Aquarellpapier, Bütten- und Zeichenpapier.
Die unterschiedlichen Stilrichtungen meiner Motive ergeben sich durch zufälliges Entdecken und Auswählen. Ich gebe meinen Bildern immer einen Titel - der Betrachter soll und darf interpretieren.
Direkte Vorbilder in der Malerei habe ich nicht, aber einige Künstler weckten in mir ungemeines Interesse und gaben mir Inspiration, z.B. Marianne von Werefkin, Lotte Laserstein, Tamara Lempicka (Art-Deco-Malerei) Pablo Picasso, Edward Hopper und Emil Nolde.
Ab 2006 nahm ich die Möglichkeit wahr, mich in einem Verein mit gleichgesinnten ostfriesischen Künstlern in meiner Heimatstadt an Ausstellungen zu beteiligen.
2016 hatte ich im Künstlerhaus Palette, Wittmund, unter dem Titel: „Kann das Kunst sein? Oder soll das weg?“ eine eigene Werks-Ausstellung.
Im Laufe der Jahre stellte ich unter anderem im Kunst- und Kulturkreis Peldemühle Wittmund, bei der Harle Kunst- Ausstellung Carolinensiel, in Kassel, Leer, Esens und Rhauderfehn aus.
Seit 2022 bin ich eine der fünf Verantwortlichen im Team des LiteraturFestes Wittmund. Unter dem Dach des Heimatvereins und gemeinsam mit der Stadtbücherei Wittmund veranstalten wir jeweils im Herbst vier unterschiedliche Leseabende mit ostfriesischen Autorinnen und Autoren.
2025 vergaben wir erstmals den Literaturpreis Wittmund an Gerd Constapel aus Loga, 2026 setzen wir diese Arbeit fort.
Mit der Beteiligung am KIO-Projekt im Landkreis Wittmund in Form der Ausstellung „Unter einem Himmel – Klima-Kunst im Dialog“ erprobte ich erstmals die Möglichkeiten meiner künstlerischen Arbeit im Dienste einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe.