5. LiteraturFest Wittmund 2026

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5. LiteraturFest Wittmund
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Vier spannende Abende an unterschiedlichen Veranstaltungsorten stehen ganz im Zeichen der Literatur. Ein MUSS für jeden Literatur- und Kunstliebhaber!

 

LiteraturFest Wittmund 2026 
Hommages an Ostfrieslands Literatur

Vom kleinen, aber feinen Geheimtipp im Harlingerland zum etablierten Veranstaltungstipp für die Freunde und Freundinnen der ostfriesischen Literatur: So ließe sich die kurze, aber ereignisreiche Geschichte des LiteraturFestes Wittmund in wenigen Worten nacherzählen. In diesem Jahr steht vom 8. bis 11. Oktober die fünfte Auflage des Festes an, das seit 2025 auch noch um den LiteraturPreis Wittmund ergänzt und erweitert wurde. Dass die Macher und Macherinnen im Team - Anja Fimmen, Heike Koch und Claudia Cramer von der Stadtbücherei Wittmund und Helma Ruß-Bittner und Walter Ruß vom Heimatverein der Stadt - um Ideen nicht verlegen sind, bewiesen sie einmal mehr in diesem Jahr mit dem LyrikPodcast, der zweimal wöchentlich auf Spotify und Facebook erscheint.

Ihrer grundlegenden Idee, der „klassischen“ hoch- und plattdeutschen Literatur einerseits und dem Nachwuchs in beiden Sprachen eine Bühne zu bieten, sind sie über die Jahre treu geblieben. Beim LiteraturFest der Harlestadt finden sich denn auch alljährlich Programmpunkte, die beide Aspekte berücksichtigen, ohne sich irgendwann festlegen lassen zu wollen. 2026 ist das Jahr des 100. Geburtstags des Jeveraner Lyrikers und Schriftstellers Oswald Andrae. Keine Überraschung also, dass sein Sohn, der Musiker Iko Andrae, eine literarisch-musikalische Hommage konzipiert hat, die er in dieser Form nur in Wittmund präsentieren wird. Begleitet von seinem Schlagzeuger Andreas Bahlmann rezitiert er Texte seines Vaters und singt auch seine vertonten Gedichte.

Am zweiten Abend bietet die gebürtige Leeranerin Annika Blanke die aktuelle Fortschreibung ihres Programmdauerbrenners „Blankes Entsetzen“ als exklusives Soloprogramm. Die Poetry Slammerin, Kanarettistin und Autorin mit Wohnsitz in Oldenburg bietet einen gekonnten Parforceritt durch aktuelle politische Themen und allgemeingültige ewige Menschheitsthemen wie Liebe und Glück. Sie nennt ihren Auftritt Slam Poetry weil es an diesem Abend keinen Wettbewerb geben wird. Schlafwandlerisch sicher schafft sie es dabei, die Untiefen des Kitsches ebenso zu meiden wie die Plattitüden simpler tagesaktueller Politikschelte.

Das Niederdeutsche Theater Aurich, eine der renommiertesten Bühnen der Region, hat sich des Themas Natur und Naturschutz angenommen. In einer szenischen Lesung ihres 2024 uraufgeführten Stückes „Mama Mia“ dreht sich für Edith und Rainer Gleibs alles darum, wie die Erdgeschichte begann und welche Guten wie schlechten Erfahrungen Mutter Erde seit diesen Anfängen gemacht hat - nicht zuletzt mit ihren jüngsten Bewohnern, der Menschheit.

Und schließlich wird am vierten Abend der LiteraturPreis Wittmund verliehen. Feierlich, aber nicht zu feierlich, nimmt der Oldenburger Historiker und Journalist Andreas Wojak den Preis entgegen, der mit 500 Euro dotiert ist. Er empfängt ihn unter anderem aus der Hand seines Vorgängers Gerd Constapel aus Loga, dem Schirmherrn des LiteraturFestes, Landschaftspräsident Rico Mecklenburg, Bürgermeister Rolf Claußen sowie dem gesamten Team des Festes und Heimatvereinschef Dirk Gronewold. Zu den Pflichten des Preisträgers gehört es, einen Text über Wittmund zu verfassen und als Premiere bei der folgenden Preisverleihung der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das LiteraturFest Wittmund bleibt seiner programmatischen Linie treu, hochwertige Literatur der Region niedrigschwellig anzubieten. Dank der Förderung durch Ostfriesische Landschaft und Wobben Stiftung ist dies auch in diesem Jahr realisierbar. Bei einem Ticketpreis von sechs Euro - nur die Theaterlesungen brauchen neun Euro „Publikumssponsoring“ - ist das auch möglich. 2027 soll ein weiterer Fünf-Jahres-Zyklus beginnen, an dem bereits heute gearbeitet wird. Neue und bekannte, junge und ältere Talente, Newcomer wie Arrivierte, sollen auch weiterhin das Programm bestreiten.

Programm:
8.10., 18.30 Uhr: 100 Jahre Oswald Andrae. Eine Hommage. Rathaussaal Wittmund.
9.10., 18.30 Uhr: „Blankes Entsetzen“ mit Annika Blanke. Slam Poetry. Café Die Bohnenbrüder.
10.10., 18.30 Uhr: Mama Mia - wie alles begann. Niederdeutsches Theater Aurich. Szenische Lesung mit Edith und Rainer Gleibs.
11.10., 18.30 Uhr: Verleihung des Literaturpreises Wittmund an Andreas Wojak. Rathaussaal Wittmund.

Tickets: Stadtbücherei Wittmund, buecherei@ stadt.wittmund.de, 04462 983232

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Erwähnungen

Das Vorhaben „KultinO“ wird innerhalb des Programms Region gestalten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung gefördert.