LiteraturFest Wittmund 2026
Im Oktober wird in Wittmund in diesem Jahr zum fünften Mal die Literatur gefeiert
Eine musikalisch-literarische Hommage, ein Slam Poetry, ein Theaterabend und eine feierliche Preisverleihung stehen 2026 auf dem Programmzettel des 5. LiteraturFestes Wittmund, veranstaltet vom Heimatverein Wittmund und der Stadtbücherei Wittmund. Das Organisationsteam hat aus einer Fülle von Ideen, Bewerbungen und Vorschlägen ein Programm erstellt, das wieder ein repräsentativer Querschnitt des ostfriesischen Literaturgeschehens in Gegenwart und Vergangenheit ist: „Wir freuen uns, dass unser kleines, aber feines Fest mitten im Harlingerland langsam den Kinderschuhen entwächst und flügge wird,“ kommentiert Walter Ruß, Mit-Organisator des Festes, die „erfreuliche Tatsache, dass die Literaturschaffenden der Region auf die Bühne, die wir bieten, aufmerksam geworden sind.“ Erfreulich auch aus Sicht der Organisatoren, dass die Finanzierung durch die Unterstützung durch die Ostfriesische Landschaft und die Aloys Wobben-Stiftung gesichert ist.
Den Eröffnungsabend widmen die Wittmunder Literaturenthusiasten dem Jeveraner Dichter, Texter und Mundartförderer Oswald Andrae, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiern könnte. „Wir freuen uns besonders, dass sein Sohn Iko, ein bekannter Musiker in Oldenburg und Ostfriesland, mit seinem Freund Andreas Bahlmann diese persönliche Hommage an seinen Vater bei uns präsentiert,“ erklärt Walter Ruß.
Der zweite Abend gehört dann Annika Blanke mit ihrem „Blankes Entsetzen!“. Die gebürtige Leeranerin ist seit vielen Jahren auf den bundesdeutschen Kleinkunstbühnen zuhause, hat Preise gewonnen und kehrt nun gerne wieder heim nach Wittmund, wo sie sich 2024 sehr wohl fühlte und vom Publikum gefeiert wurde. Sie nennt ihr Programm Slam Poetry, weil es keinen Wettbewerb, keinen Battle geben wird.
Das Niederdeutsche Theater Aurich gibt ebenfalls zum zweiten Mal seine Visitenkarte in Wittmund ab. Diesmal geht es um „Mama Natur“, eine szenische Lesung von Edith und Reiner Gleim. Edith Gleim zeichnet auch für die Übertragung ins Plattdeutsche verantwortlich. Bei ihrer Premiere in Wittmund begeisterten sie ihr Publikum restlos. Heiter und nachdenklich geht es dann um die arme Mama Natur und ihren Mann Evo(lution), die sich witzige Wortgefechte auf Plattdeutsch liefern.
Der vierte und letzte Abend ist ganz der Verleihung des zweiten Literaturpreises Wittmund gewidmet: „Zum Glück hatten wir die Qual der Wahl, es gibt fraglos eine ganze Reihe von Anwärtern und Anwärterinnen für diesen Preis, den wir mit 500 Euro dotieren,“ kommentiert Walter Ruß. Der Preisträger 2026 ist der Autor und Journalist Andreas Wojak aus Oldenburg. Gebürtig allerdings ist der promovierte Historiker aus Spetzerfehn, wo er als Enkel des bekannten Mundartdichters Johann Schoon und Neffe von Greta Schoon geboren wurde. Gerd Constapel, Gewinner des ersten Preises in 2025, wird die Laudatio auf seinen Nachfolger halten und einen eigens für Wittmund geschriebenen Text uraufführen.
Das LiteraturFest findet vom 8. bis 11. Oktober 2026 statt, Beginn jeweils um 18.30 Uhr. Die Tickets kosten jeweils 6 €, der Theaterabend ist für 9 € zu haben. Das 4er-Paket kostet 22 Euro. Zu kaufen gibt es die Tickets in der Stadtbücherei Wittmund, verbindliche Vorbestellungen unter walter_russ@web.de oder stadtbuecherei@stadt.wittmund.de .
Walter Ruß
If you built it, it will come.